Kastanienallee Berlin

1. Januar 2011 13:52 Sehenswertes im Prenzlauer Berg und Berlin, Shopping in der Nähe der Pension

BiergartenDie Kastanienallee im Prenzlauer Berg ist gepflastert mit Geschichte, Kunst und Kultur. Der Prater, ältester und schönster Biergarten Berlins, inklusive der kleinen Volksbühne, ist das Highlight der Strasse. Zahlreiche Künstler leben schon seit dem achtzehnten Jahrhundert in dieser Strasse. Der Grund hierfür liegt sicherlich am quirligen und pulsierendem Strassenbild. Ein Laden reiht sich an den anderen. Neben den leider üblen Fastfood-Snackbars (Ausnahme: weltbeste Currywurst bei Kannopke) und den ziemlich schlechten Restaurants, sind es vor allem die exquisiten kleinen Boutiquen, die die Menschen aus aller Welt magisch in die Strasse zieht. Nicht umsonst nennen die Berliner die Strasse auch „Casting Allee“.

Eine Institution in Sachen „sinnfreie Zerstreuung“ ist das Schwarz Sauer. Die Bar ist das Wohnzimmer vieler gestrandeter und noch aktiver Schauspieler(innen) und Künstler des Viertels.

Jeder der hier zu Besuch ist sollte nicht verpassen, den Fotoautomat vor dem Parkplatz am oberen Teil der Strasse zu nutzen. Je später der Abend, desto besser werden die kreativ kontrastreichen Schwarz-Weiss Bilder.

In den wärmeren Jahreszeiten ist kaum ein Durchkommen auf den nicht gerade schmalen Gehsteigen. Kürzlich gab es Gerüchte die Strasse zur Fussgängerzone umzufunktionieren. Das wäre sicherlich der Untergang des subkulurellen Lebens der Strasse. Es würde ähnliches passieren, was auch am Hackeschen Markt nicht ausgeblieben ist: horrende Mietpreise, bezahlbar nur noch von unrentable Flagship Stores großer Modeketten.

Tags:

1 Kommentar

  1. Sven sagt:

    Ich bin total gegen den Umbau zu einer Fußgängerzone.Die kulturelle Einzigartigkeit in der Kastanienallee muß erhalten bleiben und dazu gehören diese besonderen kleinen Läden und Bühnen.Der Prater steht stellvertretend für die Individualität dieser Straße.Ich habe letztes Jahr das Stück: „Tristan und Isolde,Isolde,Isolde“ von einer jungen Regisseurin gesehen und war begeistert.Man darf die Einzigartigkeiten nicht kommerzialisieren.

Schreibe ein Kommentar